Die Sanfte Kraft des Lichts

Was sind Laser?

Laser sind Geräte, die durch einen physikalischen Vorgang hochenergetisches „Licht“ einer bestimmten Wellenlänge produzieren. Dieses Licht hat je nach Wellenlänge bestimmte Eigenschaften, die man sich zur Behandlung nutzbar macht. Laserstrahlen können z.B. berührungslos Zahnkaries „verdampfen“, Knochen berührungslos entfernen oder Gewebe abtragen oder trennen, ohne dass es zu einer Blutung oder Entzündung kommt. Schleimhautwucherungen, Lippenbändchen und bestimmte Zysten können entfernt werden, ohne dass anschließend genäht werden muss. Laserstrahlen töten auch Bakterien in Wurzelkanälen oder Zahnfleischtaschen ab, zerstören Herpes-Viren und sorgen durch Biostimulation für eine schnelle Heilung von Wunden, z.B. nach einer Zahnentfernung.

Jeder Lasertyp  bzw. jede Wellenlänge hat besondere Wirkungen im menschlichen Körper

Mit dem Er-YAG-Laser (Erbium-YAG) und dem Nd-YAG-Laser (Neodymium-YAG) stehen uns zwei unterschiedliche Lasersysteme in der Praxis zur Verfügung, die uns ein sehr breites Anwendungsspektrum ermöglichen.


 

 

 

Fissurenversiegelung bei Kindern:

Durch den Lasereinsatz kann die Fissur bis in die Tiefe gesäubert und sterilisiert werden. Das ganze ohne Schmerzen! Durch das retentive Oberflächenmuster im Schmelz wird ein optimaler Haftverbund zum Versiegelungskunststoff hergestellt und der Zahn bleibt mit größter Wahrscheinlichkeit von Fissurenkaries verschont.

 

Füllungstherapie:
Mit dem Laser kann selektiv  Karies und Zahnhartsubstanz entfernt werden,  d.h. nur erkrankte Zahnhartsubstanz wird entfernt, der Nerv wird optimal geschont. Das Zahnbein und der Nerv selbst werden dabei nicht erwärmt, aber zugleich sterilisiert, sodass fast keine Schmerzen entstehen und keine Bakterien mehr unter der Füllung bleiben. Im Zahnschmelz werden bei der Laser- Kavitätenpräparation Strukturveränderungen an der Zahnoberfläche hervorgerufen, die die Haftfestigkeit neuer Füllungsmaterialien verbessern. Es kommt zu einem sehr guten Randschluss von Kunststoff-Füllungen und Keramik-Inlays. Es ist eine deutliche Verbesserung der Haftung von Kunststoffen an den Füllungs- und Inlayrändern gegenüber der herkömmlichen Behandlungsweise möglich.

Wurzelbehandlung (Endodontie):
Das entzündete oder abgestorbene Zahnmark ist mit einer großen Anzahl von Bakterien durchsetzt, die im Bereich um die Wurzelspitze zur Entzündung führen. Der Laser dringt tief in die Seitenkanälchen ein und reduziert die Keime dort in einer Tiefe  von 1mm um  ca. 90% im Gegensatz zu normalen Methode mit Einlagen und Spüllösungen, wo die Keimreduktion in einer Tiefe von 0,5mm nur 6,7% beträgt. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür, den Wurzelkanal ohne Bakterien mit einer Wurzelfüllung dicht zu verschließen, gelingt am besten mit zusätzlichem Lasereinsatz. Die Chance, den Zahn somit entzündungsfrei zu halten, ist damit am größten und die Zahnentfernung kann somit häufig umgangen werden.

 

 Zahnfleischbehandlung (Parodontologie):
Ähnlich wie bei der Wurzelbehandlung spielt die Beseitigung von Bakterien in der erkrankten Zahnfleischtasche eine ausschlaggebende Rolle für den Heilungsprozess und das Wiedergewinnen von Gewebe des Zahnhalteapparates und des Kieferknochens.

Der Laserstrahl sterilisiert nach vorausgegangener mechanischer Reinigung die Tasche (sowohl Zahn als auch Weichgewebe) maximal und optimiert somit das Behandlungsergebnis.

 

Chirurgie und Implantologie:
In der Chirurgie sind mit dem Laser fast blutungsfreie Schnitte möglich. Das Gewebe verheilt nahezu narbenfrei. Die Behandlung ist wesentlich schmerzärmer, die Wunde wird oberflächlich sofort wieder verschlossen. So lassen sich auch vor allem bei Kindern kleine operative Eingriffe (Entfernung und Versetzen des Lippenbändchens in der kieferorthopädischen Therapie) problemlos durchführen. Bei vielen Eingriffen ist ein anschließendes Vernähen nicht mehr notwendig.

Abgetragener Knochen wird sofort sterilisiert und heilt komplikationslos fast ohne Entzündung ab. Schmerzhafte Schwellungen nach Operationen werden auf ein Minimum reduziert.

Die Freilegung von Implantaten ohne Blutung und Narbenbildung ist sehr vorteilhaft. Bei der Behandlung von Entzündungen an Implantaten ist die Lasertherapie die bisher einzige Methode, die zu einer vollständigen Ausheilung führt. Nur der Laserstrahl erreicht alle Oberflächen des Implantats.

 

 

Überempfindliche Zahnhälse:

Diese werden durch Lasertherapie verglast, die Nervenendigungen desensibilisiert und somit lang anhaltend unempfindlich und schmerzfrei.

 

Herpeslabialis:
Die Viren werden durch die Wärmeentwicklung stark geschwächt bzw. abgetötet und die Läsion beginnt sofort auszuheilen. Im Stadium der ersten Anzeichen (Jucken oder Kribbeln) dauert das gesamte Krankheitsbild in über 90% der Fälle nur noch 2-3 Tage. Im Stadium der Bläschenbildung 2-3 Tage länger. Generell ist in jedem Stadium eine Behandlung möglich.

 

Zahnersatz (Prothetik):
Um eine Präzisionsabformumg der beschliffenen Zähne zu erhalten, kann das Zahnfleisch um die Zähne mit dem Laser so behandelt werden, dass die Grenzen der Präparation ohne Blutung exakt  in das Modell für den Zahntechniker übertragen werden und somit äußerst präzise schließende Kronenränder angefertigt werden können.

Auch Präparationen für Keramikinlays können gut durchgeführt werden, ohne viel Anästhetikum zu benötigen.

 

 Weitere Behandlungsspektren:

  •  Aphten
  •  Alveolitis
  •  Wurzelspitzenresektion
  •  Lippenbändchen
  •  Kronenverlängerung
  •  Vestibulumplastik